Nachdem ich mir im letzen Jahr den Arm gebrochen habe und mir ein Nagel samt 3 hübscher Schräubchen eingesetzt wurde, konnte ich mich vor zwei Wochen nun endlich davon verabschieden. Für alle, die sich fragen ob das unbedingt notwendig war: Nein, im Prinzip hätte ich es auch bedenkenlos drin lassen können. Aber da allein der Gedanke an Fremdkörper im Arm meinem Kopf reichte um mir zu sagen dass man das ja auch merken muss, habe ich mich dafür entschieden das Metall so schnell wie möglich rausnehmen zu lassen.

Tag 1 – 11.02.2014

Um 7.15 Uhr habe ich meinen Termin im Krankenhaus – vor lauter Aufregung spüre ich meinen Hunger kaum noch. David versucht mich schon seit dem Abend zu beruhigen jedoch leider ohne Erfolg, da sich in meinem Kopf immer wieder diverse Horrorvorstellungen von neu gebrochenen Armen und Atemnot während der Narkose abspielen. Aber schließlich wollte ich diesen Eingriff und insgeheim weiß ich auch, dass ich es nicht bereuen werde. Wir fahren also los, David setzt mich am Krankenhaus ab und ich gehe zögerlich in die chirurgische Ambulanz – OK, jetzt gibt es kein Zurück mehr. Nachdem ich der Schwester gebeichtet habe, dass ich noch keine Überweisung dabei habe warte ich noch eine Weile im Wartezimmer und werde dann aufgerufen. Ein kurzes Geplänkel mit der Ärztin und los geht’s zur ambulanten OP. Eine weitere Schwester begrüßt mich gespielt freundlich und ich fülle diverse Formulare zum gefühlten zehnten Mal aus. Nein, ich habe weder gegessen noch getrunken. Nein, ich habe nicht geraucht. Nein, ich habe keine Drogen genommen. Nein, ich bin nicht schwanger. Die Schwester zeigt mir eine Kabine in der ich mich umziehen kann und ich schlüpfe in eins dieser unendlich heißen OP-Hemdchen. Und dann betrete ich den Vorbereitungs- bzw. Aufwachraum. Anscheinend bin ich die erste die heute ambulant operiert wird, es ist jedoch noch Platz für viele andere Patienten. Sehr viele. Es wirkt auf mich wie in einem Lazarett, die Betten stehen eng aneinander und sind nur durch dünne Plastikvorhänge voneinander getrennt. Man will ja keine allzu hohen Ansprüche an die Station für ambulante OP’s stellen, aber als Patient fühlt man sich hier absolut nicht wohl. Ich kann mir schon vorstellen, wie die Schwester einen nach dem anderen abfertigt und bei der Fülle natürlich nicht richtig auf die Bedürfnisse jedes einzelnen eingehen kann, aber ich verdränge diesen Gedanken schnell und rede mir ein, dass die Betten wahrscheinlich eh nie vollständig belegt sein würden. Als ich mich auf mein Bett hieve und schließlich liege merke ich erst wie angespannt ich bin, meine Knie schlottern und ich fummle nervös an meinen Händen herum. Inzwischen ist es 7.30 Uhr, jeden Moment könnte es soweit sein. Das Telefon klingelt, die Schwester schaut zu mir und sagt irgendwas wie „Ja, die ist fertig. Kann abgeholt werden.“ Jetzt wo ich weiß, dass ich gleich in den OP kommen werde will ich einfach nur noch weg. Aber da kommt schon eine Arzthelferin um die Ecke, grinst mich freundlich an und schiebt mich in den OP-Bereich, wo ich mich auf eine Liege umfrachten muss. Irgendwie komme ich mir furchtbar dämlich dabei vor, schließlich hätte ich die Strecke auch ohne Probleme laufen können und hätte mich jetzt nicht so umständlich umlegen müssen. Pfleger Artur holt mich ab und sagt nebenbei, dass er mir die Narkose verpassen würde. Das ist mein Stichwort. Ich erkläre ihm lang und breit, dass ich bei der letzten Narkose keine Luft mehr bekommen hatte und dass ich auf keinen Fall will, sowas nochmal durchstehen zu müssen. Im Nachhinein tut er mir wirklich etwas Leid, schließlich hat er das ja sicher beim ersten Mal schon registriert, aber ich habe einfach das starke Bedürfnis es ihm immer und immer wieder zu sagen. Im Narkoseraum angekommen werde ich an Maschinen angeschlossen, die meine Sauersoffsättigung an meinen Blutdruck messen sollen und ein zweiter Pfleger kommt dazu, dem ich dann auch nochmal eingehend erkläre, dass ich nicht wieder fast ersticken möchte während der Narkose. Er beruhigt mich und versichert mir, dass er darauf aufpassen würde dass dieses Mal nichts schief geht. Ja, ich bin tatsächlich etwas erleichtert. Nun geht es ans Eingemachte, denn Pfleger Artur sucht nach einer passenden Vene für den Zugang. Nach mehreren wirklich schmerzhaften Schlägen auf den Handrücken und dem Tadel, dass ich zu wenig getrunken habe am Tag zuvor hat er schließlich auch eine passende gefunden. Er drückt noch ein bisschen darauf herum und zieht dann die Nadel mit dem üblichen Zugangsgedöns aus einem kleinen Tütchen, sticht zu und ich habe unsägliche Schmerzen. Was zur Hölle hat er da gemacht?! Schnell zieht er den Zugang wieder und murmelt nur ein „Ihre Adern sind unglaublich dünn“, was wohl sowas wie eine Entschuldigung sein soll. Eine sehr schlechte, um ehrlich zu sein. Der andere Pfleger wird nun auch aktiv und kramt in einer Schublade herum, aus der er dann auch ein zweites Tütchen zieht in dem anscheinend eine kleine Nadel ist. Artur klopft noch etwas auf meinem Handrücken herum und setzt dann die zweite Nadel, dieses Mal mit Erfolg. Er schließt einen Tropf an und richtet die Nadel noch etwas, zwischendurch erwähnt er immer wieder, dass ich wirklich mehr hätte trinken sollen gestern. Ich glaube, dass er das nur macht um mir meine Nervtiraden wegen der Narkose-Panik heimzuzahlen. Schließlich ist auch er mit der Lage des Zugangs zufrieden und der zweite Pfleger setzt mir eine Atemmaske auf. Ich werde panisch. Diese Situation kenne ich vom letzten Jahr noch ganz genau. Ich schüttel den Kopf und sage noch einmal: „Ich will nicht, dass ich wieder keine Luft mehr bekomme!“, dann habe ich das Ding auch wieder auf dem Gesicht. Der Pfleger versichert mir, dass alles gut gehen würde und ich jetzt einfach ruhig atmen solle – langsam beruhige ich mich tatsächlich, wahrscheinlich durch das Gas das aus der Maske kommt. Im Augenwinkel sehe ich wie Artur mir eine Spritze an den Zugang fummelt und sagt: „So, jetzt kommt das Narkosemittel.“ Ich bekomme wieder etwas Panik, habe Angst dass ich gleich keine Luft mehr bekomme und höre wie der Pfleger mit der Maske sagt: „Einfach gaaaaanz ruuuuhig aaaaatmen.“ Ich antworte darauf mit etwas wie: „Gar nicht so einfach, wenn sich alles bewegt.“ Und dann bin ich weg.

Ich höre Leute lachen, zumindest glaube ich dass wer gelacht hat. Ein paar Gesichter tauchen auf und sagen „Guten Morgen!“, lachen wieder. Ich habe keine Ahnung warum, vielleicht habe ich etwas extrem dämliches gesagt. Ich registriere den Arzt, den ich absolut nicht ausstehen kann weil er mich letztes Jahr partout nicht entlassen wollte. Hoffentlich hat er alles richtig gemacht, denke ich. Er saust an mir vorbei und sagt nur: „Alles gut, der Nagel ist raus.“, und plötzlich ist er mir sogar etwas sympathisch. Ich werde zurück zur Station geschoben und jetzt sehe ich auch ein warum. Noch halb narkotisiert hätte ich wahrscheinlich das Talent mir direkt wieder etwas zu brechen. Der Raum ist inzwischen voll soweit ich das überblicken kann. Auf einigen Betten liegen Menschen die völlig nervös auf ihren OP warten, auf anderen liegen die, die jammernd nach Schmerzmitteln lechzen. Ich werde in eine freie Nische geschoben und habe Blick auf die Uhr, es ist schon 11.30 Uhr! Naiv wie ich war hatte ich gehofft jetzt schon zuhause zu sein, aber da konnte ich wohl noch eine Weile drauf warten. Eine Schwester kam und fragte mich, wie die Schmerzen auf einer Skala von 1 – 10 wären und ich antwortete mit debilem Grinsen mit „5“. Sie nickte zufrieden und stopfte mir einen kleinen Schlauch in die Nase, der mich zusätzlich mit Sauerstoff versorgen sollte. Erst jetzt bemerke ich einen zweiten Schlauch, der von einem Verband am Arm zu einem kleinen Behälter führt, der mit Blut gefüllt ist. Nein, ich will keine Drainage. Ich will das nicht. „Wann wird die Drainage gezogen?“, frage ich die Schwester und sehe jetzt nicht mehr ganz so glücklich aus. „Das klärt der Arzt nachher mit Ihnen, jetzt müssen Sie sich erst mal erholen.“, sagt sie ruhig und ich gebe mich erst mal damit zufrieden. Ich lungere also eine Weile auf meinem Bett herum, setze mich irgendwann auf um etwas zu trinken und ein wenig Zwieback zu essen. Eine OP-Schwester erscheint und ruft meinen Namen, mit vollem Mund bekomme ich ein zaghaftes „Hier!“ zustande und sie legt mir eine Tüte auf den Tisch. Es dauert einen Moment, bis ich wirklich begreife was das ist ehe ich sie mit weit aufgerissenen Augen ungläubig anstarre. Sie grinst und sagt: „Ja, das war tatsächlich in Ihrem Arm.“ Ich starre wieder auf dieses Stück Metall und die drei Schrauben, die dort in der Folie liegen. Wie um alles in der Welt soll das in meinem Knochen gewesen sein? Und vor allem: Warum hat mir niemand gesagt, dass der Nagel violett ist? Ich bin so perplex, dass ich von nun an alle Schwestern die bei mir sind um sich nach den Schmerzen erkundigen dümmlich angrinse und sage: „Hätte ich gewusst, dass der Nagel lila ist, hätte ich mich wohl auch über ihn gefreut.“ Nehmt mir das nicht allzu übel, immerhin war ich von meiner geistigen Höhe noch sehr weit entfernt. Gegen 14.30 Uhr ist David da und ich darf endlich gehen. Es warten noch einmal röntgen und ein kurzes Arztgespräch auf mich und dann darf ich nach Hause. Den Rest des Tages sitzliege ich auf dem Sofa und lass mich berieseln, zu mehr bin ich nicht mehr in der Lage.

Tag 2 – 12.02.2014

Die Nacht war erstaunlich wenig schmerzhaft, da war ich vom letzten Jahr weitaus anderes gewohnt und optimistisch wie ich bin schiebe ich es darauf, dass der Eingriff im Verhältnis ja auch recht klein war. Ich wache mit David auf und bleibe im Bett sitzen als er fährt, immerhin bin ich nicht allzu scharf drauf, dass die Katzen voller Eifer an der Drainage ziehen und herausreißen. Also verbringe ich den Vormittag damit, endlich die Tribute von Panem durchzulesen. Je mehr ich lese, desto weniger verstehe ich warum ich mich so lange gegen diese Bücher gesperrt habe. Mein Fehler war es wahrscheinlich, erst den ersten Teil des Films zu sehen, den ich milde gesagt nicht allzu berauschend fand. Der zweite war dann schon deutlich besser und animierte mich dann auch dazu, mir die Bücher zu kaufen. Die kann ich wirklich nur jedem ans Herz legen. Sehr, sehr gut geschrieben! Gegen 9.30 Uhr kommt David nach Hause, der sich zum Glück den halben Tag frei nehmen konnte und mit mir zum Krankenhaus fahren kann, wo ich eine Nachuntersuchung habe. Insgeheim hoffe ich, dass ich die nervige Drainage loswerde, werde aber leider enttäuscht. Ich dürfte mein Täschchen noch einen weiteren Tag behalten, sagte die Ärztin schmunzelnd und schickt mich mit einem neuen Termin für Donnerstag wieder nach Hause. Ich bin etwas frustriert. Die Drainage nervt wirklich und ich habe einfach unheimlich viel Angst davor, sie mir versehentlich zu ziehen. Zum Trost spendiert David zum Mittag eine Portion Spießbraten mit Nudelsalat. Ich muss sagen, die Leute hier in der Eifel haben wirklich einen seltsamen Geschmack – ich erwähne hier nur das Mohrenkopfbrötchen – aber den Spießbraten! In den habe ich mich tatsächlich etwas verliebt. Wieder zuhause mampfen wir genüsslich unser Essen und ich verkrieche mich wieder in die Sofaecke, mit Kühlpad und Kissen zum Hochlegen versteht sich. Denn inzwischen haben die Haumichweg-Drogen von gestern ihre Wirkung verloren und ich habe Schmerzen. Nicht so, dass es nicht auszuhalten wäre aber auch bei Weitem nicht angenehm. Also bringt David mir eine Schmerztablette und kümmert sich den Rest des Tages rührend um mich. Er wäscht mir sogar abends die Haare, während ich laut schluchzend auf dem Badewannenrand sitze und immer wieder sage, er soll doch bitte vorsichtig sein.  Abends gucken wir Greys Anatomy, wie jeden Mittwoch. Ich liebe diese Serie! Auch wenn ich mich anfangs auch dagegen versperrt habe und erst seit der Ausbildung durch Cora darauf gekommen bin, dass amerikanische Ärzteserien nicht zu vergleichen sind mit den Wischiwaschi-Doktorserien aus Deutschland.

Tag 3 – 13.02.2014

Die Nacht war furchtbar! Ich bin es schon jetzt Leid nur auf dem Rücken liegen zu können und ständig aufzuwachen, weil ich meinen Arm blöd bewegen wollte und nun höllische Schmerzen habe. Mitten in der Nacht nehme ich mir noch eine Schmerztablette, morgens nach dem Aufstehen die nächste. Ich bitte David darum, mir stärkere mitzubringen und hoffe er bringt nicht irgendwelchen Mumpitz mit. Da ich heute erst nachmittags meinen Termin im Krankenhaus habe, stehe ich auf bevor David kommt und versuche einige Kleinigkeiten schon allein machen zu können. Aber ich schaffe es nicht mal mir ein Brötchen auf zu schneiden und setze mich nur frustriert aufs Sofa. Es kann wirklich anstrengend sein, nichts zu tun! Besonders wenn man den ganzen Tag zuhause ist, wo so viele Dinge zu machen wären. Aber man kann es einfach nicht und das frustriert. Mehr als man glauben mag. Ich lese die Tribute von Panem zu Ende, bin total geflasht von den letzten 100 Seiten, da dort einfach so vieles unerwartetes passiert ist und wechsle dann noch völlig aufgewühlt zu etwas ruhigerer Lektüre – Ein ganzes halbes Jahr. Ebenfalls ein super schönes Buch, was ich leider noch nicht zu Ende gelesen habe aber sicher bald machen werde. Irgendwann hat man nun mal genug vom Lesen, wenn man zwei Tage quasi nichts anderes gemacht hat. Also wechsle ich irgendwann zum Fernsehprogramm und lasse mich etwas berieseln. Am Nachmittag kommt David und wir fahren direkt zum Krankenhaus. Der Chefarzt höchstpersönlich ist diensthabender Arzt, ein alter und sehr entspannter Mann. Er schaut mein Drainage-Eimerchen an und verkündet, dass er es heute ziehen könnte. Ich bin unglaublich glücklich darüber, aber habe auch etwas Angst davor. Ich gehöre nämlich zu den Leuten, die sich vor einer ärztlichen Maßnahme immer ausgiebig im Internet über sowas informieren. Dort findet man ja die schlimmsten Horrorgeschichten – die ich dann natürlich auf mich übertrage. Der Arzt fragt mich, ob ich mich zum Ziehen vielleicht lieber hinlegen will, was mich nur noch mehr verunsichert. „Ich weiß nicht… Ich hab ja keine Ahnung ob…“, sage ich und mit einem „Zisch“ verabschiedet sich der Schlauch aus meinem Arm. Entsetzt starre ich den Arzt an. Im Nachhinein bin ich froh, dass er nicht noch ein riesen Trara um die Drainage gemacht hat und einfach gezogen hat. So konnte ich mich nicht wirklich drauf vorbereiten. Nach ein paar Anweisungen ab wann ich wieder normal duschen dürfte und wann die Fäden raus sollen fahre ich nach Hause und hoffe, dass ich dieses Krankenhaus so schnell nicht von innen wiedersehen werde. Zuhause geht’s wieder aufs Sofa, wo ich auch den Rest des Tages sitzen bleibe.

Tag 4 – 14.02.2014

Es ist Valentinstag. Eigentlich mache ich mir aus diesem Tag nichts, aber heute finde ich es etwas schade, dass wir nicht essen gehen können. Im letzten Jahr konnte ich wenigstens wieder halbwegs schneiden, aber daran war heute noch nicht zu denken. Die Nacht war etwas besser als die letzten Tage, auch wenn ich ziemliche Probleme mit dem Einschlafen hatte. Aber irgendwann hat es mich dann wohl dahin gerafft. Als ich aufstehe halten die Schmerzen sich in Grenzen und ich habe unglaublichen Tatendrang, ich will nicht wieder nur rumsitzen und nichts tun. Ich ziehe mir also frische Klamotten aus dem Schrank und trotte ins Bad, fest entschlossen mir jetzt sofort allein die Haare zu waschen. Ich fühle mich furchtbar dreckig und will jetzt endlich was dagegen tun und nicht auf David warten. Aber wie stellt man es nun an mit nur einem Arm die Haare nass zu machen, zu shampoonieren, auszuspülen und anschließend zu trocknen? Ohne, dass im Bad eine riesen Sauerei entsteht da man ja keine zweite Hand hat mit der man das Wasser ein- und ausstellen kann. Ich schnappte mir einen Eimer, legte die Duschbrause hinein und stellte vorsichtig das Wasser an. Ja, das könnte funktionieren. Und es funktionierte tatsächlich! Stolz berichtete ich David und Cora, dass ich mir allein die Haare gewaschen, mich gewaschen, angezogen und sogar die Fingernägel geknipst hatte. Ganz alleine! Ich war wirklich sehr stolz auf mich, auch wenn das jetzt nach nichts klingt. Gegen Mittag hatte ich einen Termin beim Hausarzt, wo ich mir eigentlich ein Rezept zur Physiotherapie abholen wollte. Nur leider spielte der Arzt nicht so ganz mit und meinte, dass ich sowas nicht bräuchte. Gegen die Schmerzen könnte ein Physiotherapeut auch nichts machen, mit den Muskeln hatte das nichts zu tun. Zum Fäden ziehen in zwei Wochen könnte ich meinen Arm wieder uneingeschränkt bewegen, wenn nicht könnte man ja immer noch drüber reden. Ich kaufte ihm das erst mal so ab, auch wenn ich frustriert war jetzt umsonst hier zu sein. Aber wenigstens kam ich mal raus. David und ich gönnten uns noch jeder etwas Kuchen vom Bäcker und fuhren dann nach Hause, wo wir uns den Kuchen schmecken ließen. Nachdem wir, bzw. David die Wohnung gesaugt haben sitzen wir wieder im Wohnzimmer. Für David wahrscheinlich eine Wohltat, weil die Woche nun endlich vorbei ist und er mal durchatmen kann. Für mich der blanke Horror. Ich habe in den letzten Tagen wirklich genug gesessen und nichts getan und bin es nun endgültig Leid. Darum entschließe ich mich spontan, dass wir ja zu IKEA fahren könnten. Immerhin ist ja jetzt das Hasenzimmer leer und einen größeren Schreibtisch bräuchte ich eh, allein schon wegen der neuen Nähmaschine. Und so fahren wir zu IKEA und kehren glücklich wieder zurück. Glücklich, weil ein neues Arbeitszimmer da ist und natürlich auch, weil ich mal was anderes gemacht habe als nur nichts zu tun. Auch wenn mein Arm es mir später heimgezahlt hat war ich wirklich sehr glücklich.

Tag 5 – 15.02.2014

Die Nacht war schrecklich, ich konnte kaum schlafen und wurde ständig von den Schmerzen geweckt. Auch der Morgen versprach nichts besseres, ich hatte fürchterlichen Muskelkater in der Schulter. Überflüssig zu erwähnen, dass David das Arbeitszimmer so gut wie allein aufbauen konnte und ich allenfalls dazu taugte ein paar Dübel einzusetzen. Dementsprechend dauerte der Aufbau auch länger als geplant, hat sich aber auch wirklich gelohnt da das Zimmer wirklich toll geworden ist! Abends fahren wir zu Cora und Chris, die uns spontan zum Spieleabend eingeladen haben. Der Abend ist wirklich schön und lustig, ich gewinne sogar beide Spiele obwohl ich nur mit links würfeln kann :)

Tag 6 – 16.02.2014

Seit einigen Tagen habe ich echt Probleme mich abends bequem hinzulegen. Sobald ich liege brauche ich nur mein Bein etwas zu bewegen und schon schmerzt die Schulter. Also war die Nacht nicht allzu lang. So wirklich zum Aufstehen kann ich mich nicht durchringen, ich habe ein echtes Tief und auf nichts Lust. Aber ich weiß, dass ich morgen noch frustrierter wäre, wenn ich nicht aufstehe. Also stehe ich auf und räume nach dem Frühstück mit David die neuen Möbel im Arbeitszimmer ein. Anschließend bringen wir die Wohnung auf Vordermann, denn Tina hat sich kurzfristig für morgen angekündigt. So verstreicht auch dieser Tag und ich habe eigentlich den ganzen Tag zu tun. Außerdem ist das Staubsaugen so eine Art therapeutische Maßnahme, da ich den rechten Arm mithilfe des linken schön vor und zurück bewegen kann. Abends versuche ich das erste Mal ohne erhöhten Arm zu schlafen – es funktioniert wunderbar und ich kann endlich wieder ohne Schmerzen einschlafen.

Tag 7 – 17.02.2014

Da heute Davids Lehrgang in Koblenz beginnt muss er erst zum Mittag losfahren, so können wir in Ruhe ausschlafen und nochmal in Ruhe die Wohnung saugen. Langsam kann ich echte Fortschritte verbuchen, so schaffe ich es zum Beispiel schon meine Hand auf dem Waschbecken abzulegen ohne die andere zur Hilfe zu nehmen und kann sie sogar schon halten und die Zahncremetube aufschrauben. Nachmittags hole ich Tina vom Bus ab, wir essen zusammen Mittag, schwatzen eine Weile und fahren dann zusammen einkaufen. Voll bepackt mit lauter Leckereien kommen wir wieder zuhause an und tratschen über alles, was in den letzten Monaten passiert ist. Abends gucken wir zusammen ein paar Folgen Greys Anatomy, die ich in den vergangenen Wochen für Tina aufgenommen habe. Dieses Mal ist es leider mit dem Einschlafen nicht mehr ganz so einfach, jedenfalls brauche ich wieder eine Weile um eine gemütliche Position zu finden ehe ich endlich schlafen kann.

Tag 8 – 18.02.2014

Eine Woche ist die OP jetzt her, aber wenn ich mir den vernichtend geringen Fortschritt angucke kommt es mir vor wie gerademal 3 Tage. Eigentlich hatte ich gehofft, dass ich schneller als letztes Jahr wieder in die Gänge komme. Aber irgendwie scheint das nicht der Fall zu sein, was mich schon wieder ziemlich nervt. Nachdem Tina und ich schön lange gefrühstückt haben, fahren wir ans Maar und machen einen Spaziergang. Unterwegs wird – wie könnte es anders sein – getratscht. Ich liebe das. Mit Tina quatschen und schnattern, wie mir das Maul gewachsen ist. Nur allzu gern verfalle ich da in so eine Art „Nordslang“ und irgendwie freue ich mich dann immer darüber. Es ist nun mal was anderes, als würde ich mit Leuten reden die ich hier erst kennengelernt habe. Tina kenne ich seit ich in der Kinderkrippe bin, habe jedes Schuljahr gemeinsam mit ihr bestritten. Das verbündet und knüpft ein Band, das man nur schwer vernichten kann. Und darüber bin ich sehr, sehr froh :) Wieder zuhause kochen wir uns ein leckeres Curry mit Ananas und Pfirsich, dazu herrlich duftender Jasminreis. Und dann geben wir uns dem Fernsehprogramm hin – auch sowas muss mal sein^^ Abends holen wir die restlichen Folgen Greys nach und gehen dann ins Bett, immerhin muss Tina am nächsten Tag wieder nach Hause.

Tag 9 – 19.02.2014

Der Morgen startet irgendwie doof, man hat so dieses Gefühl von Aufbruchsstimmung und das mag ich gar nicht. Wir frühstücken und erzählen, aber irgendwie ist es anders als an den anderen Tagen. Schließlich bringe ich Tina zum Bus und dann fährt sie – und ich watschel einsam im Regen wieder nach Hause (ja, dieses Bild hatte wohl tatsächlich etwas sehr theatralisches). Zuhause gehe ich direkt ins Arbeitszimmer, schließlich will/soll ich am Montag wieder auf Arbeit sein und ich muss ja vorher mal austesten inwieweit ich denn schon PC-tauglich bin. Das Ergebnis ist ernüchternd. Ich schaffe es nicht mal meine Hand auf den Schreibtisch zu legen ohne die andere zur Hilfe zu nehmen. Wenn die Hand auf der Tastatur liegt kann ich tatsächlich schreiben, aber jegliche Bewegung zu den Seiten ist einfach nicht drin. Die Schulter macht mir einen fetten, gemeinen Strich durch die Rechnung. Außerdem merke ich neuerdings, wie die Muskeln (oder sonst was) über irgendwelche Sehnen flitschen wenn ich mich doof bewege und dieses Gefühl ist absolut ekelhaft. Ich checke also nur kurz meine E-Mails und vertiefe mich dann in einen Blog, den ich seitdem mit Leidenschaft lese und verfolge – der Mama Miez Blog. Es ist einfach so schön geschrieben und so unglaublich interessant zu verfolgen, ja ich würde fast meinen ich bin süchtig nach ihm geworden. Nachmittags kommt David nach Hause, so wie er es während des Lehrgangs immer mittwochs vor hat. Wir fahren mit Bohne zum Tierarzt und anschließend noch ein paar Dinge einkaufen. Dann beginnt unser Mittwochabend mit Greys.

Tag 10 – 20.02.2014

David muss unglaublich früh los, aber ich schaffe es zum Glück wieder einzuschlafen. Als ich wieder aufwache bin ich völlig ausgeruht. Voller Tatendrang gehe ich nach dem Frühstück ins Arbeitszimmer und habe die wahnwitzige Idee, dass ich ja jetzt sicher Tinas Geburtstagsgeschenk nähen könnte. Aber leider will mein Arm da nicht so richtig mitmachen. Enttäuscht, frustriert, sauer, genervt. Irgendwie kann ich diesem Moment nichts Schönes abgewinnen. Meine Nähmaschine steht seit zwei Wochen traurig rum und ich konnte vor der OP nur den Pullover für Sofie nähen. Das ist echt mies, wenn man so ein tolles Gerät da zu stehen hat. Zu allem Übel hat sich nun heute auch das eingestellt, womit ich im letzten Jahr so ziemlich am längsten mit gekämpft habe – ich kann meinen Arm nicht ausstrecken. Das alles sind Faktoren, die die Welt für einen Moment zusammenbrechen lassen und dazu führen, dass man sich nur wenige Minuten später laut schluchzend auf dem Sofa wieder findet. Hätte ich mich zusammenkauern können, hätte ich es nur zu gern getan. Stattdessen sitze ich da und halte mir den Arm, der bei jedem Schluchzen schmerzt. Zum Glück kommt am Nachmittag Cora vorbei und vertreibt mir ein bisschen die schlechte Laune. Gemeinsam schauen wir uns die vergangene Folge von Greys Anatomy an, die sie noch nicht gesehen hat und kochen dann zusammen eine leckere Wokpfanne mit Erdnüssen. Wir tratschen noch ein wenig, aber dann ist Cora auch wieder weg und ich verkrümel mich allein ins Schlafzimmer. Die erste Nacht seit einer Ewigkeit, die ich allein schlafen muss. Ich hasse das. Ich hasse es schon allein zuhause zu sein, weil ich mich dann in die nichtigsten Geräusche hineinsteigere. Aber allein schlafen ist für mich absolut horrormäßig. Da ich im Liegen keine bequeme Position finden kann, baue ich mir auf Coras Rat hin die Kissen am Bettkopf auf und setze mich einfach ins Bett. Irgendwann würde ich sicher von allein einschlafen. Ich gucke die Kochprofis und Frauentausch, telefonierte mit David und schlafe irgendwann halb sitzend halb liegend ein.

Tag 11 – 21.02.2014

Die Nacht habe ich mehr oder weniger schmerzfrei überstanden bis auf eine übermütige Phase wo ich davon ausging, dass ich ohne Probleme auch mal auf der linken Seite schlafen konnte. Die Zeit bis David kommt verbringe ich wieder bei Mama Miez. Gegen Mittag ist David dann endlich da. Wir essen zusammen die restliche Wokpfanne und fahren dann zur Sparkasse, eine neue Karte für mich beantragen. Ja genau, ich habe dieses Jahr unglaublich viel Glück mit Karten jeglicher Art wie es scheint. Erst der Perso in Dresden, der ja zum Glück wieder zurück kam und jetzt meine SparkassenCard, die leider wahrscheinlich irgendwo auf den Dauner Straßen klebt. Nach der frohen Botschaft, dass die Karte in ca. 10 – 14 Tagen da sein würde war ich erst mal bedient. So richtig. Können die sich vorstellen, dass man vielleicht auch mal die Karte braucht? Ich bin normalerweise Kartenzahler. Immer. Ganz selten habe ich mal Bargeld dabei, es kommt also auch gut und gerne mal vor, dass ich 3,45 € mit Karte bezahle. Zuhause angekommen kugelt David sich aufs Sofa und schläft. Ganze 3 Stunden, die ich natürlich damit verbringe Mama Miez zu lesen. Und so trudelt auch dieser Tag dem Ende zu.

Tag 12 – 22.02.2014

Heute ist der große Tag für Davids altes Auto, denn heute wird er von Davids Schwager Björn abgeholt, der Gute. Endlich! Endlich ist die Garage wieder frei für meinen heißgeliebten Kia. Wir verbringen den Vormittag damit Einkäufe zu erledigen, fahren in den Supermarkt und in den Bastelladen um dort noch eine Rolle Nähgarn und einen Reißverschluss für Tinas Geschenk zu besorgen. Ich wollte schließlich heute noch einen Versuch starten die Laptophülle zu nähen. Zuhause mache ich mich nach dem Mittag auch direkt ans Werk und schaffe es auch tatsächlich die Stoffe zuzuschneiden, auch wenn es eher aussieht als hätte man das einen Fünfjährigen machen lassen. Feinmotorik fehlt mir anscheinend noch gänzlich. Mit dem Stoffeschneiden hört es dann aber auch schon auf, an nähen ist nicht zu denken. Und so gehe ich genervt von mir selbst wieder zu David ins Wohnzimmer und studiere weiter meinen Lieblingsblog>/a>, von dem ich kurzerhand ein Rezept vom Banoffee Pie klaue und für den Nachmittag mache. Später wurden dann die ersten Stücke von Björn, seinem Bruder und natürlich uns verkostet und alle waren begeistert. Nur 4 Zutaten sind notwendig um so eine Geschmacksbombe zu entzünden! Den wird es definitiv noch öfter geben. Als das Auto mit Ach und Krach auf den Anhänger gezogen wird und der Pullover eingepackt ist, fahren die beiden auch wieder los und wir lassen den Abend gemütlich verstreichen.

Tag 13 – 23.02.2014

Sonntag. Der letzte freie Tag bevor ich wieder mit der Arbeit anfange. Jetzt wo ich es mir so recht überlege, weiß ich nicht ob ich das gut oder schlecht finden soll. Wir verbringen den Tag ruhig und gemütlich, fahren nachmittags zu Cora und Chris um Autoradio und ein Stück Banoffee Pie vorbei zu bringen, den Cora sich gewünscht hat. Und dann steht ja heute noch etwas anderes an. Auch wenn ich keine allzu großen Hoffnungen hatte, wollte ich zumindest versuchen mit dem Kia zu fahren. Aber ich scheiterte schon an der Aufgabe zu schalten und mit rechts zu lenken, das Autofahren hat sich also für mich erledigt. Wäre da nicht der neue Renault, den David sich kaufen musste. Wir fahren also zu einem Mitfahrerparkplatz bei uns in Mehren und dort fahre ich erst mal ein bisschen herum um erst mal ein Gefühl für das neue Auto zu bekommen. Ich muss zugeben: Ja, ich habe ab und zu panisch die Kupplung gesucht. Aber immerhin kann ich fahren und das hat mir im Moment gereicht. Wir drehen ein paar Runden und dann steht fest, dass ich ab morgen mit dem Renault zur Arbeit fahren werde.

Tag 14 – 24.02.2014 (noch 10 Monate bis Heilig Abend!)

Als der Wecker klingelt, will ich gar nicht aufstehen. Aber ab heute geht’s wieder zur Arbeit und immerhin fange ich eine Stunde später an als sonst. Trotzdem stehe ich auf, als David losfährt und gehe ausgiebig duschen, esse Frühstück und lasse mich dann kurz von den Nachrichten über alle News informieren. Dann mache ich mich schließlich auf den Weg zum Auto, natürlich sind die Scheiben gefroren. Und natürlich ist kein Eiskratzer im Auto. Prima. So geht der Tag doch echt gut los. Ich ziehe also meine Payback-Karte aus dem Portmonee und beginne mit ihr die Scheiben vom Eis zu befreien. Und dann sitze ich schließlich mit zittrigen Beinen im Auto. Bitte, bitte, mach bloß keine Beule oder Kratzer in dieses schöne Teil. 15 Minuten später und um einige Steine leichter komme ich tatsächlich mit heilem Auto auf Arbeit an und beginne einen mehr oder weniger erfolgreichen Arbeitstag, der auch erst um 20.30 Uhr ein Ende nimmt. Arbeiten mit rechts ist so gut wie gar nicht möglich. Ein paar Tasten kann ich Drücken, wenn ich die Hand vorher schmerzfrei positioniere. Beim Bewegen der Maus zieht es unangenehm in den Muskeln. Ich mache oft Pausen und arbeite hauptsächlich mit links. Ja, ich brauche definitiv noch Physiotherapie. Ausgelaugt und mit schmerzender Schulter gehe ich sofort ins Bett und schlafe – zwar nicht lange aber erholsam.

Tag 15 – 25.02.2014

Der zweite Arbeitstag verläuft ähnlich wie der erste, schön ist anders. Aber glücklicherweise habe ich nachmittags meinen Termin zum Fäden ziehen, wo ich dieses Mal energischer auf Physio pochen werde. Spontan meldet Cora sich freiwillig zum Nähen von Tinas Geburtstagsgeschenk nachdem ich ihr mein Leid geklagt habe, dass sie ja schon am Donnerstag Geburtstag hat. Also schleppe ich Cora nach der Arbeit mit zum Arzt, wo mir die Fäden gezogen werden und ich eine ausführliche Diskussion über den Sinn und Unsinn einer Physiotherapie nach einer Marknagelentfernung mit dem Arzt habe. Es fallen Sätze wie „Sie können sich auch einen dressierten Affen holen, der den Arm hoch und runter hebt. Das hat genau so viel Sinn.“ oder auch „Ich sehe schon, Sie verstehen mich nicht.“

Werter Herr *piiiiiep*,

ich verstehe es sehr wohl wenn Sie sagen, dass ich meinen Arm noch nicht so gut bewegen kann weil ich Schmerzen habe. Ab einem bestimmten Punkt ist das ja auch so. Aber Sie verstehen es anscheinend nicht wenn ich Ihnen sage, dass ich meinen Arm nicht wegen der Schmerzen nicht richtig bewegen kann, sondern weil einfach die Kraft fehlt. Und darum möchte ich Physiotherapie. Damit die Muskeln wieder aufgebaut werden. Und da brauchen Sie dann auch nicht meinen Arm zur Seite zu ziehen und zu warten, bis ich irgendwann „Aua!“ sage, nur um dann selbstsicher zu sagen: „Sehen Sie? Das ist Wundschmerz, das ist ganz normal. In zwei Wochen ist alles wieder so wie es sein soll.“ So so, so wie es vor zwei Wochen auch in zwei Wochen wieder alles gut sein sollte. Nein. Ich will Physiotherapie. Punkt.

Am Ende hat sich meine Beharrlichkeit dann doch ausgezahlt und er verschreibt mir entgegen seiner Überzeugung, dass ich Schmerzmittel bräuchte doch 6 Stunden Physio. Hurra! Wir holen Coras Auto aus der Werkstadt und fahren dann zu mir, wo wir uns direkt an die Arbeit machen. Nach drei Stunden nähen und Baguette mit Meersalzbutter sind wird endlich fertig. Beziehungsweise Cora ist endlich fertig, ich stand ja im Prinzip nur aufgeregt daneben und war total begeistert, wie toll meine Nähmaschine doch ist. Aber es machte mich auch etwas traurig, dass ich nicht diejenige war die jetzt dort sitzen konnte. Kaum das Cora weg ist, wandere ich direkt ins Bett wo ich noch kurz mit David telefoniere und dann einschlafe.

Ja, das waren meine zwei mehr oder weniger schönen und spannenden Wochen nach der Marknagelentfernung. Inzwischen schaffe ich es sogar auf der linken Seite zu schlafen oder eine Kiwi mit rechts zu halten und dann mit links auszulöffeln, sie muss aber sehr weich sein. Die Fortschritte halten sich wirklich in Grenzen, aber wenn etwas passiert, dann freue ich mich ja doch ein bisschen über jeden Schritt. Und du hast es tatsächlich bis zum Ende durchgehalten, was? Respekt! Über einen Kommentar würde ich mich wirklich sehr freuen, einfach nur um zu sehen wer sich wirklich bis zum Ende (=5402 Wörter) durchgekämpft hat^^