Vor ein paar Wochen gab es ja bereits einen Artikel zum Beikoststart vom Minikröhnchen. Und auch wenn es hin und wieder alles doof ist und verweigert wird – obwohl es eigentlich in der Kombination schon gierig verspeist wurde – ist das Baby nun inzwischen ein echter Brei Fan geworden. Da ich es liebe zu kochen und Brei so schön schnell und einfach zu machen ist, koche ich alle zwei Tage selbst. Und ich liebe es! Immer wieder neue Dinge und Variationen, natürlich dem Alter entsprechend. Und das Minikröhnchen? Das hat bisher eigentlich alles gegessen :) Heute möchte ich nun ein paar Zeilen dazu schreiben, was es beim Baby zu essen gibt und wie. 

Aller Anfang ist schwer

Den ersten Breiversuch kochte ich direkt auf Vorrat. 2 Liter Kartoffel-Möhre mit etwas Steckrübe (oder Wruke, wie man bei uns sagt) und Hähnchen. Dazu die empfohlene Menge Apfelsaft und Öl und ich qar total begeistert. Vollkommen naiv, das zu tun ohne zu wissen wie es dem Minikröhnchen schmeckt. Noch dazu war es eine echt gewagte Kombination und ich musste weitere Sorten kochen, da jeden Tag Fleisch wohl zu viel des Guten wäre. Fein säuberlich fror ich also fast alles bis auf eine Portion ein – und warf es einige Tage später weg. Die erste Portion lief ganz gut aber der eingefrorene Brei? Fehlanzeige! Das Minikröhnchen rümpfte pikiert die Nase und spuckte alles aus. 

Die liebe Sylvi von momsfavoritesandmore hielt mir dann das Brett vor den Kopf. Eingefrorene Kartoffeln schmecken halt einfach nicht. Und so landete mein liebevoll zubereiteter, erster Brei im Müll.

Kartoffel-Möhre – Der Klassiker

 

Beim zweiten Mal war ich etwas schlauer. Ich kochte nur eine Portion von einer Sorte, die dem Baby im Gläschen immer geschmeckt hatte. Kartoffeln mit Möhre, der Klassiker schlechthin. Dieses Mal ohne Fleisch, dafür aber wieder mit Apfelsaft,  so wie es empfohlen wird.

Das Ergebnis ließ sich sehen, das Minikröhnchen aß, aber Begeisterung sah anders aus. Bei den ersten Löffeln wurde das Gesicht verzogen und gespuckt, dann klappte es. Ich probierte selbst etwas mehr als nur eine Fingerspitze und stellte fest – was in geringer Menge wirklich lecker war, schmeckte als Löffel-Portion scheußlich! Der Grund? Apfelsaft oder sonstiger Saft gehört einfach nicht ins Essen, zumindest nicht in Brei. Wieder eine Erfahrung mehr. 

Kartoffel-Möhre mit Brokkoli

 

Langsam tastete ich mich nach und nach an andere Gemüsesorten. Als erstes gab es Brokkoli zu der gewohnten Sorte, dieses Mal ohne Saft und dafür mit Fleisch. Und? Das Baby riss gierig den Mund auf und hämmerte mit seinen Händen ungeduldig auf den Tisch, wenn der nächste Löffel zu lang auf sich warten ließ! Volltreffer also :) Da der Saft fehlte, gab es anschließend immer ein paar Löffel Obstbrei und das Baby war glücklich. 

Abwechslung im Speiseplan

 

Da ich immer für zwei Tage vorkoche, hat das Baby immer Abwechslung auf dem Löffel. Heute gibt es zum Beispiel Kartoffeln mit Blumenkohl und Haferflocken, demnächst möchte ich mich mal an Süßkartoffeln versuchen. Es gibt so viele tolle Gemüse, die man immer wieder variieren kann. Ich finde es toll, immer wieder neue Dinge zu probieren und das Minikröhnchen ist ein sehr dankbarer Tester, der alles probiert :)

Zeit sparen beim Breikochen

Im Alltag mit Baby ist eines Mangelware geworden – die Zeit. Damit ich trotzdem immer frisch kochen kann wenn das Baby einen Mama-Tag hat, versuche ich natürlich mir das Breikochen so einfach wie möglich zu machen. Eine der wohl besten Investitionen in letzter Zeit war ein Multikocher mit Dampfgar-Funktion. Gemüse rein, vor sich hin garen lassen, pürieren, fertig! 

Viel Zeit geht oft beim Schnibbeln drauf. Besonders wenn ich am Tag koche und nicht abends wenn David da ist, habe ich die einfach nicht. Darum habe ich mit mir den Kompromiss geschlossen, viel Gemüse schon geschnitten als TK-Ware zu kaufen. So schneide ich dann meistens nur die Kartoffeln frisch und gebe den Rest gefroren dazu. Weiterer Vorteil: Da ich immer nur kleine Mengen benötige, wird so nichts schlecht.

Auch beim Brei mit Fleisch habe ich es mir einfach gemacht. Statt jedes Mal winzige Mengen Fleisch in den Dampfgarer zu packen und den Rest irgendwie anders zu verarbeiten, habe ich fertig püriertes Fleisch in 10-Gramm-Portiönchen in Eiswürfelbehältern mit Deckel eingefroren. Wenn ich etwas brauche, nehme ich die entsprechende Menge raus, püriere nochmal mit dem restlichen Brei und schon bin ich fertig. 

Mithilfe dieser kleinen Kniffe schaffe ich es immer zu kochen, da der Aufwand ca. 10 Minuten Zeit einnimmt und das eigentlich immer zu bewerkstelligen ist. Und wenn das Minikröhnchen mal nicht allein sein mlchte für die Zeit, findet er es enorm spannend vom Stuhl aus alles zu beobachten :)