Der erste Monat mit dem Pixikröhnchen ist schon vorbei, wie schnell ging das denn bitte? Das heißt, dass auch der erste Monat von Davids Elternzeit vorüber ist und ich in einem Monat den Alltag mit zwei Kindern allein meistern muss. Das wird ne harte Geschichte, vermute ich. Bis dahin genießen wir die Zeit noch so gut es geht.

Was ist passiert in diesem Monat? Ihr ahnt es wohl, allzu viel war es nicht. Immerhin besteht das Leben eines Babys anfangs nur aus essen, schlafen und essen. Und genau das tat das Pixikröhnchen reichlich. Ich wollte wieder stillen, nur eben dieses Mal „richtig“, ohne Stress und Druck. Den idealen Grundstein dafür legte das Pixikröhnchen selbst schon im Kreißsaal, sie trank ohne Probleme. Mir fiel ein Stein vom Herzen und in den Tagen im Krankenhaus spielten wir uns immer mehr ein.

Daher nahm das kleine Mopsbaby auch gut zu, sehr gut sogar. All die Ängste und Sorgen, die ich vom Minikröhnchen noch gut kannte, musste ich mir bei ihr nicht machen. Auch der Bilirubin-Wert, der beim Mini für die Gelbsucht sorgte, war bei Pixi absolut vorbildlich. Und ich war glücklich! Auch wenn ich mit Krankenhäusern auf Kriegsfuß stehe, ich habe die ersten Tage dort mit dem Pixikröhnchen sehr genossen. Einfach ankommen, sich um nichts kümmern müssen. Im Nachhinein hätte ich mir das mit dem Minikröhnchen auch gewünscht, aber dort überwog leider die Krankenhaus-Phobie.

Zuhause stolperte und holperte es erstmal gewaltig. Zwei Kinder, eines davon irgendwo zwischen Begeisterung und Eifersucht. Es war nicht einfach und es gab gefühlt nie einen „Feierabend“. Wenn der Mini im Bett war, war Pixi erst wach. Gefühlt 24 Stunden am Tag saß ich mit ihr auf unserem Relax-Sessel und wippte. Das war wunderbar, für 2-3 Tage. Dann wollte ich auch mal wieder mit dem Minikröhnchen spielen oder ihm Abendbrot machen. Aber irgendwie funktionierte das alles noch nicht so ganz und das war schon zermürbend. Hinzu kam das Auf und Ab der Megahormone und so befand ich mich im steten Wechsel zwischen „Alles ist so toll!“ und „Oh Gott, ich fühle mich grauenvoll!“

Relativ fix hatte das Pixikröhnchen etwas raus, was beim Minikröhnchen erst bedeutend später kam – das Lächeln! Und damit zog sie nicht nur mich regelrecht in den Bann. Mit knappen zwei Wochen grinste sie unsere Hebamme an. Noch nicht bewusst, aber dennoch war es wunderbar und auch die Hebamme schmolz dahin. Mädchen wären in sozialen Dingen wohl öfter etwas fixer als Jungs, sagte sie. Mir war es egal, ich war einfach nur glücklich über jedes noch so kleine Lächeln vom Pixikröhnchen.

Auch fokussieren kann sie nun schon und inzwischen lächelt sie auch bewusst. Wenn man mit ihr spricht oder sie einfach nur anlächelt – sie ist begeistert. Ich weiß nicht, ob das beim Mini auch so war. Irgendwie kann ich mich nur daran erinnern, dass ich immer traurig war, wenn andere von ihren glücklichen, grinsenden Babys berichteten. Denn ich glaube, der Mini war nicht ganz so begeisterungsfähig. Er weinte viel, mehrere Stunden lief ich mit dem schreienden Kind auf dem Arm im Kreis durchs Wohnzimmer. Es war eine sehr, sehr anstrengende Zeit.

Ich weiß, dass das Pixikröhnchen nicht das Minikröhnchen ist und komplett anders sein kann. Und dennoch haben sich drei Monate mit gefühlt dauernd schreiendem Baby in mein Hirn gebrannt. Und das lässt mich auch jetzt nicht los, leider. Sobald das Pixikröhnchen anfängt zu weinen, werde ich hektisch. Besonders in den ersten Tagen zuhause war es ganz schlimm, ich fiel quasi sofort ins Weinen mit ein. Aus Angst, dass es drei Monate und länger Tag für Tag ein Kampf wird. Aus Überforderung, zwei Kindern einfach noch nicht gewachsen zu sein. Inzwischen habe ich mich ganz gut im Griff meistens. Zumindest versuche ich nach außen hin ruhig zu bleiben. Aber dieses Kopfkino, das bleibt wohl noch eine Weile. Und ich hoffe, dass das Pixikröhnchen mir hilft das zu ändern.

Im Großen und Ganzen kann man allerdings bis jetzt sagen, dass das Pixikröhnchen ein Anfängerbaby ist. Sie isst, sie schläft, sie kann auch mal einen Moment im Stubenwagen liegen und sie weint. Das machen Babys, das müssen sie um zu überleben. Nachts werde ich einmal geweckt um zu stillen und das wars. Ich durfte mich sogar schon über 5 Stunden Schlaf am Stück freuen. Und auch tagsüber ist es recht entspannt. Drei bis vier Stunden im Kinderwagen draußen schlafen während der Rest der Familie im Garten arbeitet? Kein Problem! Ich weiß, es werden andere Zeiten kommen. Aber solang freue ich mich einfach über dieses kleine Menschlein und genieße jedes Lächeln und Glucksen :)

Baby-Facts

Gewicht: 4850 Gramm
Größe: 56 cm
Das kann das Pixikröhnchen schon: fokussieren, lächeln, putzige Babylaute von sich geben