Bevor ich Kinder hatte war es für mich unvorstellbar, dass man keine Zeit für den Haushalt findet mit Kindern. Immerhin ist man ja eh zuhause, solang die kleinen noch nicht in der Kita sind. Und ganz im Ernst, da muss man doch mal die Zeit finden um zu saugen, wischen, putzen…

Nun habe ich selbst Kinder und über diese wahnwitzige Fantasie kann ich inzwischen nur noch hysterisch lachen. Oder verzweifelt weinen. Denn nein, ich bin nicht mehr Herr der Lage im Haushalt. Ich sauge Staub, ich räume den Geschirrspüler ein und aus, ich wasche die Wäsche. Das alles, weil es sonst komplett verwahrlost hier aussehen würde. Wischen, Staub wedeln, Fenster putzen, Bad grundreinigen – für all das bleibt im normalen Alltag keine Zeit. Zumindest nicht so häufig, wie ich es gern hätte.

Vor der Geburt vom Minikröhnchen hatte ich einen festen Putztag, den Donnerstag. Nach der Arbeit wurde für 3-4 Stunden die Bude auf den Kopf gestellt und alles geputzt. Was fühlte ich mich großartig, nachdem das geschafft war. Eine wunderbar ordentliche und aufgeräumte Wohnung! Dann kam das Minikröhnchen und ich hatte erstmal ganz andere Sachen zu tun als zu putzen. Aber irgendwie klappte es meist am Wochenende, wenn David mit ihm spazieren ging. Nicht immer, aber meistens. Und nun mit dem Pixikröhnchen komme ich gefühlt zu nichts mehr. Fix durchsaugen, schnell das Geschirr einräumen, weiter geht’s.

Denn Baby und Kleinkind parallel sind nicht zu unterschätzen. Klar, der Mini beschäftigt sich auch mal allein und Pixi schläft auch mal im Stubenwagen. Allerdings nutze ich diese seltenen Momente in denen sie dort schläft auch gerne um mich mit dem Minikröhnchen zu beschäftigen. Allein, so wie vor dem Pixikröhnchen. Er braucht das einfach sehr zwischendurch und auch mir ist das sehr wichtig.

Was also tun? Ich merkte recht schnell, dass ich meine wenige kinderfreie Zeit nicht zum putzen nutzen möchte. Nein, ich möchte dann Dinge für mich tun, nur für mich. Und nicht Dinge, die ich tun muss. Im Duden steht nähen ja schließlich auch vor putzen. So weiter machen wie bisher war allerdings auch keine Option, denn schöner würde es von allein nicht werden.

Und dann kam vor einer knappen Woche in unserer WhatsApp-Gruppe der Krabbelgruppe eine Nachricht von einer anderen Mutter. Falls jemand eine Haushaltshilfe bräuchte, sie könnte eine empfehlen. Es ratterte eine ganze Weile in meinem Kopf. Es wäre die Lösung für mein Problem, aber brauchen wir das wirklich? Nach viel hin und her sagte ich mir, ja wir brauchen! Ich besprach das mit David, der sofort einverstanden war und ich rief die empfohlene Helferin an. Heute war sie nun also hier, mit einer ihrer „guten Feen“ um sich einen Eindruck zu verschaffen. Und ab nächsten Mittwoch habe ich nun einmal wöchentlich Unterstützung im Haushalt ❤️

Ihr ahnt vielleicht, was für eine Last damit von mir abfällt! Denn wohl fühle ich mich aktuell nicht wirklich immer in der Wohnung. Das hat nun bald ein Ende und trotzdem habe ich Zeit für die Kinder – und vor allem für mich ❤️ Für den einen mag es Luxus sein jemanden zum putzen kommen zu lassen, für mich ist es ein viel größerer Luxus Zeit für mich zu haben. Denn das, das ist etwas was mit zwei kleinen Kindern noch seltener vorkommt als eh schon.