DIY Feenkostüm
von Sarah am 16.02.2026
In der letzten Woche war in der Schule Fasching und Pixi hatte ziemlich genaue Vorstellungen davon, als was sie gehen wollte. Eine Fee sollte es werden – aber nicht irgendeine Fee, sondern eine Frühlingsfee! Und ich begrüßte diese Idee absolut. Immerhin haben wir seit Wochen trüb-graues Winterwetter, unterbrochen von unschönem Regen-Schnee-Matsch. Ein bisschen Frühling und Sonne können wir aktuell wohl alle gut gebrauchen. Entsprechend war ich voller Feuereifer für dieses DIY-Projekt.
Wie schon erwähnt wusste Pixi ganz genau, was sie wollte: einen leichten Feenrock, gelb-grüne Feenflügel und ganz viele Blumen! Ich hatte sofort einige Ideen, wie wir das umsetzen könnten, und bestellte alle Materialien, die wir nicht ohnehin vorrätig hatten.
Der Rock
Da der Rock luftig und leicht sein sollte, kam mir sofort Tüll in den Sinn. Vor einiger Zeit hatte ich gebundene Röcke aus Tüll gesehen, die perfekt zu Pixis Vorstellungen passen würden. Also besorgte ich gelben und grünen Tüll sowie ein silbernes, 5 cm breites Gummiband. Mehr brauchte es für den Rock tatsächlich nicht.

Materialien
- jeweils 3 m gelben und grünen Tüll (es geht natürlich auch weniger, dann wird er allerdings nicht so schön bauschig)
- 5 cm breites Gummiband in der benötigten Länge (Taillenumfang mit ein paar Zentimetern Abzug)
Als alles da war, ging es los. Zuerst schnitt ich den Tüll in ca. 80 cm lange und 5 cm breite Streifen. Das zugeschnittene Gummiband nähte ich an den Enden zusammen, sodass ein Ring entstand.
Nun wurden die einzelnen Streifen jeweils zu Schlaufen gelegt, hinter das Gummiband gelegt und die offenen Enden durch die Schlaufe gezogen. So arbeitete ich mich Streifen für Streifen vor. Die Farben griff ich ganz bewusst unregelmäßig, damit sie sich schön mischten. Zwischendurch zog ich die Schlaufen immer wieder fest und schob alles etwas enger zusammen, damit der Rock schön bauschig wurde. Wenn einmal rundherum alles bedeckt ist, kann man übrige Streifen wunderbar nutzen, um kleine Lücken aufzufüllen.
Ehrlich gesagt dauerte das Ganze eine Weile – aber das Ergebnis lohnt sich absolut. Pixi war völlig begeistert!
Die Feenflügel
Die Feenflügel stellten mich vor eine etwas größere Herausforderung. Glücklicherweise hatten wir noch alte Feenflügel, deren Stoff zwar rosa und inzwischen ziemlich zerschlissen war, deren Drahtgestell jedoch noch einwandfrei war. Dieses nutzten wir als Basis.
Nach ein wenig Recherche stieß ich auf eine denkbar einfache Lösung: Nylonstrumpfhosen! Diese eignen sich scheinbar perfekt, um über Drahtformen gezogen zu werden. Der Plan war also, die Flügel neu zu bespannen, anschließend mit Aquarellfarben zu bemalen und später mit Blumen zu verzieren.

Materialien
- Drahtgestell für Feenflügel (fertig gekauft oder selbst geformt)
- eine weiße Nylonstrumpfhose
- Farben (z. B. Aquarellfarben)
- Seidenblumen
- ca. 30 cm weißes Gummiband
Zuerst entfernte ich den alten Stoff und die Gummibänder, die später wie ein Rucksack über die Arme gezogen werden. Dann schnitt ich die Beine der Strumpfhose ab und teilte jedes Bein mittig in zwei Teile. Ein Ende ist dabei bereits geschlossen, beim anderen wird später ein Knoten gemacht.
Nun zog ich jeweils ein Strumpfhosenstück von außen über einen Flügelteil und verknotete es mittig, sodass es straff am Drahtgestell saß. Hier und da musste ich etwas zupfen und nachjustieren, bis alles schön glatt gespannt war. Die zuvor geknoteten Enden kürzte ich etwas – sie wirkten dadurch fast wie kleine Blüten und konnten später zwischen den Seidenblumen verschwinden.
Von der übrigen Strumpfhose schnitt ich einen ca. 5 cm breiten und etwa 10 cm langen Streifen ab. Dieser sollte später die mittigen Knoten und Gummiansätze verdecken. Das weiße Gummiband teilte ich in zwei Stücke, knotete jeweils einen Ring und befestigte diese am mittleren Steg der Flügel – das wurden später die Armschlaufen.
Dann durfte endlich bemalt werden – und Pixi war kaum zu bremsen! Wir grundierten die Flügel mit verschiedenen Gelbtönen. Von der Mitte nach außen und an den Rändern arbeiteten wir zusätzlich Grüntöne ein, um den Flügeln mehr Tiefe zu verleihen. Auch den schmalen Nylonstreifen bemalten wir passend dazu.
Nun hieß es erst einmal: trocknen lassen. Anschließend wurde die Rückseite bemalt – und wieder getrocknet. Als alles vollständig durchgetrocknet war, wickelte ich den bemalten Nylonstreifen um die Flügelmitte, sodass sämtliche Knoten und Gummienden verdeckt waren, und fixierte ihn mit Heißkleber. Zum Schluss setzte Pixi noch einige Seidenblumen auf die Flügel, die ich ebenfalls mit Heißkleber befestigte.
Zum Rock und den Flügeln trug sie einen hellen, cremefarbenen Pullover und eine farblich passende Hose. Auch daran befestigte ich einige Seidenblumen – allerdings nicht mit Kleber, sondern mit ein paar Stichen Garn. So kann ich die Blumen später ganz unkompliziert wieder entfernen und sie kann die Kleidung auch weiterhin ohne florale Verzierungen tragen.
Als dann Freitagmorgen endlich da war, konnte sie es kaum erwarten, das Kostüm anzuziehen und zur Schule zu fahren. Sie war unglaublich aufgeregt und konnte sich im Spiegel gar nicht sattsehen. Und auch ich fand sie einfach wunderschön – wie ein kleiner Hauch Frühling mitten im grauen Winter. Vielleicht gelingt es uns ja so, die wärmeren Temperaturen ein kleines bisschen schneller herbeizulocken.