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Detailansichten von genähter Kinderkleidung als Collage

Platz im Stoffregal und neue Lieblingsstücke

von Sarah am 07.05.2026

Alle paar Wochen packt es mich und ich bekomme das dringende Bedürfnis auszumisten. Kleiderschrank, Kochbücher (und viel zu viele Zeitschriften), Schuhe oder nicht mehr genutztes Spielzeug – ich sortiere einfach gern aus. Vor einiger Zeit traf es dann mein Stoffregal. Denn dort hatte sich in den letzten Jahren wirklich einiges angesammelt. Nicht nur Stoffe für Mini und Pixi, sondern auch Stoffe für Freunde oder noch aus der Zeit meines kleinen Gewerbes. Und während ich alles sortierte, wurde mir plötzlich bewusst, wie viele Stoffe meine eigenen Kinder inzwischen gar nicht mehr tragen würden. Ein Shirt mit kleinen Piratenbärchen wäre mittlerweile einfach nicht mehr so richtig passend.

Aber was macht man nun mit all den Stoffresten? Vor einigen Jahren hatte ich bereits Stoffe an Sternenzauber & Frühchenwunder gespendet – eine wirklich wundervolle Organisation, die Kleidung und andere Dinge für Frühchen und Sternenkinder näht. Dort gab es inzwischen allerdings einen Aufnahmestopp, weil scheinbar sehr viele Menschen Stoffreste loswerden wollten und die Lager voll waren. Auch andere Vereine und Organisationen nahmen keine Stoffe mehr an und so kam ich irgendwann auf die simpelste aller Ideen: Ich vernähe die Stoffe einfach selbst. Wozu hat man schließlich Freundinnen mit kleinen, süßen Babys und Kindern, die sich ganz bestimmt noch über Piratenbärchen freuen?

Als die aktuellen Größen und benötigten Kleidungsstücke geklärt waren, legte ich direkt los – hochmotiviert und voller Nählust. Zuerst benähte ich die beiden Kinder meiner besten Freundin. Die Große ist vier Jahre alt und der Kleine inzwischen fast ein Jahr. Für ihn nähte ich eine Latzhose aus dem Bärchenstoff, kombiniert mit gestreiftem Jersey, und außerdem eine Wendejacke aus Fuchs-Stoff und Steppjersey. Und ich muss wirklich sagen: Ich liebe diese Kombination heiß und innig und bin fast ein bisschen traurig, dass ich so etwas damals nicht schon für meine eigenen Kinder genäht habe. Als kleines Highlight applizierte ich noch einen Fuchs auf das Vorderteil der Jacke.

Genähte T-Shirts

Die Große bekam zwei T-Shirts. Eines mit metallicfarbenen Flamingos und eines in Rosa mit Federn. Gerade Letzteres sah zunächst noch etwas langweilig aus, weshalb ich zusätzlich einen Plott aus Flexfolie darauf setzte. Auch wenn das immer etwas mehr Aufwand bedeutet, lohnt es sich am Ende absolut. Und ich glaube tatsächlich, dass ich dieses Jahr auch für Mini und Pixi wieder ein bisschen mehr mit Plotts arbeiten werde.

Als Nächstes bekommen nun aber erstmal die Kinder meiner anderen sehr guten Freundin ein paar neue Shirts. Denn ich habe nach wie vor große Lust zu nähen – und gleichzeitig darauf, mein Stoffregal weiter auszudünnen. Und wenn dort irgendwann wieder etwas Platz entstanden ist, dürfen auch neue Stoffe einziehen. Diesmal vielleicht etwas weniger verspielt und kindlich – dafür ein paar schöne Basics in Uni-Farben oder mit schlichten Mustern. Denn ganz ehrlich: Ein gut gefülltes Stoffregal macht eben schon glücklich, auch wenn man nur alle paar Schaltjahre zum Nähen kommt :)



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