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Buchtipps für Lesemuffel

Spannende Buchtipps für Lesemuffel

von Sarah am 29.08.2026

Ich glaube ich kann mit Fug und Recht behaupten, dass ich als Kind eine Leseratte war. Ich las ein Buch nach dem anderen, konnte mich in Fantasiewelten verlieren und fieberte bei den Figuren mit. Ich liebte es, zu lesen und wurde dafür auch so manches mal als Streber von meiner Cousine bezeichnet. Pixi ist nun in der dritten Klasse und ich erkenne mich sehr in ihr wieder in dieser Hinsicht – auch sie liest viel und gerne. Der Mini hingegen, tja. Der würde vermutlich lieber Holz hacken, auf der Baustelle beim Nachbarn helfen oder irgendwelche Tiere fangen, statt zu lesen. Er lässt sich einfach nur sehr schwer dazu motivieren und dennoch finde ich, dass es wichtig ist regelmäßig zu lesen. Denn auch wenn es ihm schwer fällt, es wird eben nur besser durchs lesen.

Seit einiger Zeit haben wir nun also eine Regel aufgestellt: Wenn er Medien nutzen möchte, also Tablet, Switch oder Fernsehen, wird vorher gelesen. Puh, Eltern können schon verdammt anstrengend sein. Aber inzwischen klappt diese Regel ganz gut und mit den richtigen Themenschwerpunkten greift er sogar freiwillig zum Buch, ohne vorher eine Diskussion übers „Warum?“ und „Wie lange denn?“ anzuzetteln. Denn es gibt da ein paar Bücher, die entweder inhaltlich oder von der Aufmachung so gut gemacht sind, dass sogar der Mini sie gut findet!

Die ??? Kids

Das ist nun sicherlich keine Überraschung – ich glaube diese Bücher finden sich in so ziemlich jedem Haushalt mit lesenden Kindern. Justus, Peter und Bob kennt sicher auch ein Großteil der Eltern noch aus der eigenen Kindheit – ich muss allerdings gestehen, dass ich nie ein einziges Buch der ??? besaß und erst durch den Mini dazu kam. In den Büchern geht es grob gesagt um Die ??? – Justus, Peter und Bob – die als Detektive bekannt sind und teils mysteriöse Fälle lösen. Inhaltlich möchte ich hier gar nicht allzu genau auf die Bücher eingehen, aber zwei Bände empfehlen, die selbst den Mini begeistert haben.

Das ekligste Buch aller Zeiten

„Das ekligste Buch aller Zeiten“ hat der Mini sich letztes Jahr freiwillig zum Geburtstag gewünscht, denn es ist ein Geheimbuch! Die Besonderheit ist, dass die Seiten am Anfang noch zu sind und an der Perforation aufgetrennt werden, wenn man die vorherige Seite gelesen hat. Und hey, welches Kind möchte sich schon solche geheimen Seiten entgehen lassen? Auf den geschlossenen Seiten sind dann meistens Bilder, die eine soeben gelesene Szene zeigen und viele, schöne eklige Details enthalten. Der Mini war absolut begeistert und fand es so toll, dass er es sogar bei der Buchvorstellung in der Schule vorstellte. Aus der Reihe gibt es auch noch weitere Bücher, die identisch aufgemacht sind und die Kinder fast vergessen lassen, dass Lesen ja eigentlich voll doof ist.

Gefangen in CubeMax

Ebenfalls von den ??? und mit Veröffentlichung im Februar noch recht frisch ist „Gefangen in CubeMax„. Dieses hat der Mini sich erst letzte Woche geholt, ehrlicherweise hat er es noch nicht wirklich gelesen und nur in der Buchhandlung einmal durchblättert, da aktuell noch ein anderes Buch auf dem Nachttisch liegt. Aber das Cover hat ihn sofort angesprochen, na klar – es lag an der Minecraft-Optik. Denn dieses Spiel ist natürlich auch beim Mini ein Favorit auf der Switch, da wird dann auch das Buch interessant. Schön ist, dass im Buch neben den normalen Textseiten auch immer wieder Comic-Sequenzen kommen, die das Ganze auflockern und so für Kinder gleich viel spannender machen.

Bitte nicht öffnen

Ich muss gestehen – ich liebe diese Buchreihe! Auch wenn hier natürlich im ersten Moment die Optik überzeugt hat, landeten hier im letzten Jahr gleich zwei Bände in der Geschenkekiste zum Geburtstag! Aber auch der Inhalt ist sehr schön und altersgerecht, die perfekte Mischung aus Spannung und Humor für Kinder. Ähnlich wie bei den ??? gibt es ein Freundetrio – Nemo, Fred und Oda. Bei Nemo landen regelmäßig Pakete mit der Aufschrift „Bitte nicht öffnen!“, aber Nemo ist eben auch nur ein normales Kind und öffnet die Pakete natürlich. Und was dann passiert, hat den Mini beim Lesen beim ersten Mal völlig von den Socken gehauen! In den Paketen ist Spielzeug, was zum Leben erweckt wird und die Mission von Nemo und seinen Freunden ist nun die Spielzeuge wieder zu ihren Besitzern zu bringen. Denn ansonsten kann aus einem kleinen Plüschdrachen beispielsweise auch mal ein lebensgroßer Drache werden und das Wetter in Boring (der Stadt in der die drei leben) spielt völlig verrückt. Als erstes hat der Mini „Bitte nicht öffnen – Feurig!“ gelesen, was Band 4 der Reihe ist, aber das tat der Geschichte keinen Abbruch. Man findet auch so gut in die Geschichte herein, wenn man nicht mit dem ersten Band startet. Aktuell liest er den „Winzig!“-Band und auch dieser Teil ist wirklich toll und gut lesbar, auch wenn es nicht direkt an den „Feurig!“-Band anknüpft.

Kibu Jumper

Diese Buchreihe kannte ich noch gar nicht, bevor der Mini sie zufällig in Hamburg in der KJ Adventure World entdeckt hat. Aber es trifft die Interesse der Zielgruppe ziemlich gut! Vier Freunde – i-Bob, Pipa, Leni und K – bekommen eine geheimnisvolle Konsole, die Kibu, und reisen damit in verschiedene Städte Europas. Jedes Buch spielt in einer Stadt, in der die Kinder dann Rätsel lösen müssen um die Welt zu retten. Bisher gibt es die Bände schon für London, Paris und Hamburg – wir haben in dem Fall auch mit Band 1 in London, „Wettlauf gegen die Zeit“ gestartet und ich glaube das ist auch sinnvoll, da die Kibu in dem Band überhaupt erst eingeführt wird. Neben der allgemeinen Spannung finden sich in den Büchern auch interessante Fakten zu den Städten, was ja auch nicht schaden kann. Auch etwas „erwachsenere“ Themen werden schon angeschnitten, da die Zielgruppe sicher auch schon in Richtung Pubertät gehen kann. Der Mini hat sich nun den zweiten Band zum Geburtstag gewünscht, es scheint ihm also definitiv auch gefallen zu haben. Daran ist sicher auch das Thema der Spielekonsole Schuld, aber was solls? Das Kind liest etwas, was ihn interessiert – was will ich mehr?

Im Allgemeinen haben es dem Mini aktuell also definitiv Bücher mit spannenden Detektivgeschichten angetan, wenn dann noch die Symbiose mit Konsolen oder Spielen stattfindet – perfekt! Ich freue mich sehr, dass er so nun langsam einen guten Zugang zu Büchern findet, ohne dass man ihn ständig dazu überreden muss. Und ich hoffe, dass er in ein paar Jahren genauso gern liest wie ich damals. Und wer weiß, vielleicht werden ja von ihm sogar nochmal meine alten Eragon Bücher gelesen :)

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