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Winterlandschaft am Stall in der Heide

Feels like Lockdown

von Sarah am 08.01.2026

Seit einer knappen Woche hat bei uns in der Nordheide das Winterwunderland Einzug gehalten. Und damit meine ich nicht irgendeine spaßige Zirkusattraktion mit Jahreszeitenbezug, sondern den tatsächlichen Winter – wie in vielen anderen Teilen Deutschlands auch. Und ich muss sagen: Ich liebe es sehr! Wir waren in den letzten Tagen täglich am Rodelberg in der Heide, und ich genieße vor allem die Spaziergänge dorthin. Diese wollig-weiche Schneedecke überall ist einfach wunderschön. Wenn man dann frierend, aber glücklich nach Hause kommt, wird der Ofen angemacht, Tee getrunken und sich gemeinsam aufs Sofa gekuschelt – es könnte nicht schöner sein.

Und dennoch hat der Winter auch seine weniger schönen Seiten. Autofahren zum Beispiel mag ich aktuell gar nicht. Die Straßen sind hier, sobald neuer Schnee fällt, leider eine Katastrophe, und es dauert eine ganze Weile, bis geräumt wird. Für morgen ist nun wieder neuer Schnee gemeldet – tatsächlich so viel, dass im gesamten Landkreis die Schule ausfällt. Auch mein Arbeitgeber hat allen freigestellt, ins Homeoffice zu gehen, sodass ich das morgen definitiv auch tun werde. David ist ebenfalls zu Hause, da das gesamte Bataillon zu Hause bleibt. On top kam nun noch dazu, dass ein Live-Podcast in Hamburg, zu dem ich morgen gehen wollte, ebenfalls abgesagt wurde. Und auch wenn ich ziemlich erleichtert bin, den Weg dorthin morgen nicht fahren zu müssen, bin ich trotzdem traurig. Immerhin hatte ich mich seit März letzten Jahres auf die Show gefreut.

Schulen und teils auch Kitas geschlossen, Homeoffice oder Freistellungen, Veranstaltungen abgesagt, es wird dazu geraten, zu Hause zu bleiben. Irgendwie fühle ich mich ein bisschen sechs Jahre zurückversetzt in den Corona-Lockdown. Ich habe schon fast ein schlechtes Gewissen, wenn ich einkaufen gehe oder mich mit anderen im Ort unterhalte. Vielleicht bin ich doch etwas mehr coronageschädigt, als ich dachte. 😄

Wir werden das Wochenende also völlig entspannt und unspektakulär verbringen. Ich starte früh mit der Arbeit, damit ich am Nachmittag Zeit mit der Familie habe und wir noch einmal zum Rodelberg gehen können. Morgen Abend werde ich mit meiner liebsten Freundin zeitgleich einen Film schauen und kommentieren, statt mit ihr zum Podcast zu gehen. Und vielleicht hilft mir dieser Mini-Lockdown ja auch dabei, wieder ein bisschen mehr Entspannung zu finden und nicht völlig überdreht von A nach B zu rudern – wenn auch nur für ein Wochenende.



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