Am Freitag war ich mit dem Minikröhnchen bei einer Osteopathin, die meine Hebamme uns empfohlen hatte. Da er quasi immer wenn er wach war weinte, wollte sie ihn dort gerne vorgestellt haben. So war ich also am Freitag mit dem weinenden Minikröhnchen dort. Und tatsächlich fand sie eine Blockade in der Halswirbelsäule, bestätigte allerdings auch die Bauchprobleme, die ich größtenteils hinter dem Schreien vermutete. Auch, wenn die Kinderärztin das ja anders sah. Da wir nun schon ein paar Dinge ausprobieren mussten, habe ich hier nun für euch eine kleine Auflistung der Mittelchen und Hilfen, die beim Minikröhnchen tatsächlich geholfen haben.

Bigaia-Tropfen und Paderborner Pupsglobuli

Die Bigaia-Tropfen und die Globuli wurden ebenfalls von der Hebamme empfohlen, die Tropfen vor allem aus dem Grund, dass ich im Mai Antibiotika nehmen musste und diese den Magen-Darm-Trakt vom Minikröhnchen etwas durcheinander gebracht haben könnten. Die Tropfen wirken laut Hersteller erst nach ein paar Tagen, da sie nichts im Bauch lösen sondern viel mehr die Flora dort wieder aufbauen. Und tatsächlich ging es dem Minikröhnchen nach ein paar Tagen schon etwas besser, wenn auch noch nicht zu 100%.

Die Globuli tun genau das, was man vom Namen her vermutet – sie befördern die Luft aus dem Bauch. Man gibt sie dem Baby ca. 10 Minuten 3-5 Mal täglich vor dem Stillen bzw. Füttern, sie lösen sich prima im Mund auf. Auch als stillende Mama kann man sie nehmen, um das ganze noch zu unterstützen. Die Globuli halfen auch, allerdings nur für einen Moment. Beim Stillen wurde wunderbar die Luft aus dem Bauch gelockt, alles was danach Probleme machte blieb auch erstmal dort.

Windsalbe

Da ich von vielen Fenchel- bzw. Kümmelöl empfohlen bekam stapfte ich also los um eines der beiden aus der Apotheke zu holen. Hatten sie nicht, natürlich. Die Apothekerin bot mir stattdessen Windsalbe an, die ebenfalls Kümmelöl enthielt und dank des Salbencharakters wohl auch schneller einzog und wirkte. Seitdem bekommt das Minikröhnchen nun jeden Abend eine Bauchmassage mit der Salbe, ganz gleich ob er sich gerade mit Bauchweh quält oder nicht. Wenn nicht, genießt er es einfach massiert zu werden. Wenn er gerade am Weinen ist, beruhigt er sich meistens recht schnell und wird dann sichtlich entspannter. Sicherlich hat auch die Massage an sich sehr viel dazu beizutragen, aber dennoch scheint die Salbe Wirkung zu zeigen.

Der Fliegergriff

Dieser Griff ist absolut Gold wert bei uns! Denn wenn das Minikröhnchen total in Rage ist, dann ist das tatsächlich die einzige Möglichkeit ihn zu beruhigen. Auf den Arm gelegt, ein paar Schritte gegangen, ein bisschen geschaukelt und das Kind ist ruhig und beäugt neugierig alles. Allerdings darf man sich dann nie in Sicherheit wägen und denken, dass alles gut ist :D Sobald man ihn umlagert, sich hinsetzt oder ihn sogar ablegen möchte gibt es Radau. Also lässt sich der Herr gerne mal 10 Minuten so durch die Gegend schaukeln, was zumindest die Muskulatur des linken Armes erfreut. Und das Baby natürlich :D

Das „Klappmesser“

Diese Übung zeigte uns am Freitag die Osteopathin und ich muss sagen, dass sie bisher am besten geholfen hat, auch dauerhaft! Da das Minikröhnchen gerade nach dem Stillen immer ordentliches Rumoren im Bauch hat, mache ich das auch nach jedem Stillen mit ihm. Die Übung ist recht simpel. Sobald das Minikröhnchen anstalten macht zu drücken – sprich diese typischen Drück-Laute macht oder die Beine anzieht – schnappe ich mir seine Füßchen und ziehe sie ihm auf die Brust. Quasi so, dass er schon in seine Füße beißen könnte. Dabei leicht Druck ausüben und dem Baby fällt es wesentlich leichter sich Luft zu machen. Nach 10-15 Sekunden nehme ich die Füße wieder von der Brust und mache strecke seine Beine bis die nächste Drück-Phase kommt. Und es hilft so gut hier! Meistens ist das Baby danach entweder richtig gut drauf oder schläf ein. Nur ganz selten bekommt es danach oder währenddessen nochmal einen Schrei-Anfall.

Das ganze bewirkt allerdings nicht nur dass das Minikröhnchen seine Luft besser los wird sondern auch, dass er lernt sich nach einer Verdauungswelle zu entspannen. Denn das ist laut der Osteopathin sein größtes Problem. Er merkt, dass in seinem Bauch etwas arbeitet und drückt. Aber wenn der Druck weg ist, dann vergisst er sich zu entspannen und schaukelt sich so mit jeder Welle mehr hoch. Das endete dann meistens im beidseitigen, verzweifelten Weinen vom Minikröhnchen und mir. Jetzt reicht es meistens aus, ihn etwas im Fliegergriff zu tragen und die Welt ist wieder in Ordnung.

Fazit

Wie ihr seht, helfen bei uns vor allem ein paar „Handgriffe“ um die Bauchschmerzen vom Minikröhnchen in den Griff zu bekommen. Zwar unterstützt vor allem die Windsalbe das sehr, aber für sich allein stehend wären diese Methoden sicher nicht so erfolgreich. Dennoch bin ich froh, dass wir sie haben. Denn eine aufgepeppte Magen-Darm-Flora schadet dem Minikröhnchen sicher genau so wenig wie eine schöne Bauchmassage :)

Das Bild im Teaser stammt übrigens wieder von pixabay :)