Die Ostertage verbrachten wir auf Usedom bei unseren Familien, wo wir trotz des miesen Wetters eine schöne Zeit hatten. Wir waren im Apartment meiner Schwiegereltern untergebracht und es war perfekt! Wie ein richtiger Urlaub eben. Und dennoch war Urlaub irgendwie mal entspannter.

Es ging schon mit dem Packen der Taschen los. Während im der Tasche vom Minikröhnchen bisher größtenteils Wechselklamotten und Windeln regierten, nahmen nun Fläschchen, Milchpulver und Co den Platz ein. Auch die Tasche mit den nötigsten Dingen für unterwegs schien überzulaufen vor Flaschen und Thermoskanne. Wie einfach das alles noch beim Stillen war. Da hatten wir allenfalls zwei Flaschen dabei, für den Fall das wir mal zufüttern müssen. 

Abgesehen von den Fläschchen wurden natürlich auch Gläschen mitgeschleppt. Denn im Urlaub extra kochen wollte ich eigentlich nicht unbedingt. Zumal das Minikröhnchen seit ein paar Tagen eh alles verschmäht, was ich liebevoll gekocht habe. Gläschen sind ihm scheinbar lieber, was mir ehrlich gesagt einen kleinen Dämpfer verpasst. Aber gut. Vielleicht holt sich das ja wieder hin, ich probiere es immer mal wieder. 

Und dann wäre das noch dieses Zerreiß-Ding. Sowohl die Eltern von David als auch meine leben auf der Insel Usedom. Die Großeltern natürlich ebenfalls. Da es für uns einfach weitaus praktischer ist bei Davids Eltern zu übernachten, weil quasi eigene Wohnung und auch mal etwas Ruhe, haben wir das meinem alten Kinderzimmer natürlich vorgezogen. Einfach weil das Bett dort auch nicht mehr der Knaller ist und ich es im Nachhinein schon sehr gewagt finde dort als Schwangere geschlafen zu haben. Und mit einem Reisebett fürs Minikröhnchen wäre das Zimmer voll. Schön ist also anders. 

So fuhren wir also mal zum Mittag hier hin, zum Kaffee dort und zum Abendessen wieder woanders hin. Das war auch früher so, nur irgendwie ist es jetzt anders. Das Baby hat inzwischen sowas wie feste Zeiten zum Essen, in denen es sein Mittagessen bekommt. So muss man sich also immer damit abstimmen und rechtzeitig fertig sein, damit das arme Kind nicht verhungert. Sicher, es kommt hier auf eine Stunde mehr oder weniger nicht an und wenn er noch keinen Hunger hat, dann gibt es dem Brei eben später. Aber dennoch läuft in meinem Kopf so ein kleiner, fieser Timer. 

Umso mehr habe ich die Momente genossen, in denen wir einfach mal tun konnten wonach uns ist. Mit Freunden Eis essen oder auf den Spielplatz gehen, abends mit ihnen „Mensch ärgere dich nicht“ spielen, entspannt frühstücken mit den Schwiegereltern, morgens um den See laufen oder einfach mal zu zweit essen gehen. Denn ja, am Montag haben David und ich uns von allen Essenspflichten befreit, haben das Minikröhnchen bei Oma und Opa geparkt und sind essen gegangen. Ganz allein. So lecker! So entspannt. Fast wie richtiger Urlaub.