Heute ploppte auf meinem Handy eine Benachrichtigung auf, ein neuer Kommentar auf dem Blog! Ich freute mich riesig, ist mein Blog doch eher rar an Kommentaren. Ich las also und mir fiel die Kinnlade herunter. Der Kommentar lautete 

Na herzlichen Glückwunsch zur neuen Schwangerschaft. Guter Weg, wenn man nicht wieder arbeiten will…

Ich wusste nicht, wie ich reagieren soll. Veröffentlichen? Nicht veröffentlichen? Stellung nehmen? Und dann dachte ich mir, warum nicht? Auch wenn die Frage, woher die Person davon weiß und wer sie ist (denn in der Mailadresse wird deutlich, dass es eine Fakeadresse ist) mich wurmt, wollte ich Stellung nehmen. Und tat es.

Denn ja, ich bin wieder schwanger. Und da ich aktuell bei 11+4 bin und die 12. Woche somit fast geschafft ist, kommt es auf drei Tage mehr oder weniger auch nicht an. Auch wenn ich das ganze eigentlich anders mitteilen wollte und es nun etwas kaputt gemacht wurde, kam es mir feige vor diesen Kommentar einfach so im Raum stehen zu lassen. Immerhin ist es ein recht mieser Vorwurf, würde ich meinen. 

Dazu möchte ich auch hier nochmal kurz Stellung nehmen. Denn wie viele von euch wissen, habe ich bereits im Juni meinen alten Job gekündigt und einen neuen Vertrag unterschrieben. Und mal im Ernst, hätte ich die Schwangerschaft geplant wäre ich schön brav bei meinem alten Arbeitgeber geblieben und hätte meinen Job sicher gehabt. Eine Arbeitslosigkeit riskieren, indem ich einen neuen Vertrag ab Oktober unterschreibe? Ganz sicher nicht. Letzten Endes war ich zu dem Zeitpunkt sogar schon schwanger und hatte keinen blassen Schimmer davon. 

Ich will ehrlich sein, als ich den Test machte um sicher zu gehen dass ich nicht schwanger bin und ein dickes „Schwanger 3+“ aufploppte war ich geschockt. Überfordert. Ich wusste nicht, was ich tun soll und rief erstmal vollkommen aufgelöst meine beste Freundin an. Sie beruhigte mich, ich solle erstmal durchatmen, einen zweiten Test machen und mit zweien würden wir das auch schaffen. Ich beruhigte mich etwas. Aber auch ein zweiter, dritter und vierter Test änderten nichts. 

In den nächsten Tagen ordnete ich meinen Kopf etwas, die Angst, Sorgen und Zweifel schwanden nach und nach und als ich beim ersten Ultraschall diesen winzigen Punkt mit Herzchen sah, überwog langsam die Freude. Wir würden erneut Eltern werden, Ende Februar ist der errechnete Termin und das Minikröhnchen ist 17 Monate alt. Das wird hart, da will ich mir nichts vormachen. Aber früher oder später wird sich der geringe Altersunterschied auszahlen, so sagen es zumindest viele. Und der Gedanke, in zwei, drei Jahren zwei solcher Wirbelwinde um uns zu haben, ist wundervoll :)

Und zum Thema Arbeit fiel mir heute ein großer Stein vom Herzen. Ich hatte Panik davor, es dort mitzuteilen. Eben weil ich befürchtete, dass vom Vertrag zurück getreten wird. Und wisst ihr was? Ich bin so unendlich dankbar für diesen Job! Die erste Zeile der Mail lautete in etwa “ Herzlichen Glückwunsch! Kinder braucht das Land!“ Nach der Elternzeit würde man mir den Job wieder zur Verfügung stellen. Ich war sprachlos, dankbar und hätte heulen können vor Freude. Ich habe dort erst einen Tag zur Probe gearbeitet, sie kennen mich quasi nicht und trotzdem bekomme ich eine so großartige Antwort. 

Jetzt kann ich vollends entspannt in die Zukunft blicken, alles ein bisschen mehr genießen und mich einfach nur freuen. Mir geht es übrigens gut. Ich bin unfassbar müde, ab und an ist mir übel und meine Haut gleicht der eines pubertierenden Teenagers. Aber ansonsten fühle ich mich sehr gut und wir freuen uns auf den kleinen Winzling :)